Das FamilienErgo-Konzept

Auf diesen Seiten stellen wir das FamilienErgo-Konzept vor - und nennen Ihnen zehn gute Gründe, warum FamilienErgo heute für Kinder im Vorschulalter wichtig ist. Sie können die FamilienErgo-Broschüre und das Buch "Topfit für die Schule" probelesen und als pädagogische oder medizinische Fachkraft FamilienErgo-Coaching kennenlernen. Sie erfahren, was Kinder widerstandsfähig in Ihrer psychischen Entwicklung macht (Resilienz), wie das  FamilienErgo-Konzept wissenschaftlich untersucht wurde und was Eltern, Kinderärzte, Erzieher und andere Fachleute dazu sagen. Der FamilienErgo-Song und das Geburtstagslied sollen Mut machen, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen.

Wie entstand FamilienErgo?

Nicht erst seit der PISA-Studie wissen Eltern und Erzieher, dass die Weichen für einen guten Schulstart im Vorschulalter gestellt werden. Als Kinderarzt wollte ich den Eltern in meiner Sprechstunde eine Anleitung zur Förderung ihrer Kinder mitgeben. Sie sollte mit wenig Aufwand an Zeit und Geld im Alltag durchführbar, aber dennoch effektiv sein. Bei der Verrichtung von Alltagsbetätigungen wie Tisch decken, Telefonieren und Einkaufen mit meinen eigenen Kindern wurde mir klar: diese Betätigungen sind eine Schatzkiste für die Förderung der motorischen, sensorischen, sprachlichen und intellektuellen Entwicklung des Vorschulkindes. Ein Schlüsselerlebnis war, als ich am Muttertag 2005 in der Schlange beim Bäcker stand und ein Kind (das vor mir dran gewesen war) mit seiner Tüte Brötchen an mir vorbeilief. In seinen Augen stand ein Strahlen vor lauter Stolz und ich dachte: "Warum dürfen eigentlich nicht alle Kinder solche persönlichkeitsstärkenden Erfahrungen machen?" So entstand 2005 die FamilienErgo-Broschüre und 2008 das Buch "Topfit für die Schule" aus folgenden Überlegungen:

  • Kleine Kinder wollen helfen und sich nützlich machen(fast) alle Eltern wünschen Ihrem Kind einen erfolgreichen Schulstart und sind bereit, ihr Kind bei den Vorbereitungen zu unterstützen.
  • (fast) alle Kinder im Vorschulalter sind froh und stolz, wenn sie den Erwachsenen helfen können und Erwachsenentätigkeiten ausführen dürfen.
  • Kinder erwerben eine Vielzahl der Fähigkeiten zur Schulvorbereitung "natürlicherweise“ im Alltag (und nicht in Spezialkursen): in der Familie, in der Kindertagesstätte, in der Freizeit.
  • Kinder lernen durch Handeln. Wenn kindliche Wahrnehmung effektiv gefördert werden soll, dann muss die „Fördermaßnahme“ am besten im täglichen Leben angesiedelt sein. Durch häufige Wiederholung mit variablem Schwierigkeitsgrad werden Lernprozesse optimal angeregt.
  • Man lernt, was man übt: eine Schulvorbereitungsmaßnahme wird erfolgreicher sein, wenn das Geübte den Anforderungen am Schulbeginn möglichst ähnlich ist. So ist zum Beispiel der Supermarkt ähnlich ablenkend wie eine Klasse und bietet sich daher als Übungsgebiet für Zuhören und Konzentration an.
  • Die (umfangreiche) Liste von wünschenswerten Schulvoraussetzungen wurde durch einen Arbeitskreis von Grundschullehrerinnen und Erzieherinnen in Friedeburg und Reepsholt erarbeitet. Diese Liste liegt dem FamilienErgo-Konzept und dem Buch zugrunde. Diesem Arbeitskreis von Experten möchte ich hiermit herzlich danken.