Die Idee

Nicht erst seit der PISA-Studie wissen Eltern und Erzieher, dass die Weichen für einen guten Schulstart im Vorschulalter gestellt werden. Als Kinderarzt wollte ich den Eltern in meiner Sprechstunde eine Anleitung zur Förderung ihrer Kinder mitgeben. Sie sollte mit wenig Aufwand an Zeit und Geld im Alltag durchführbar, aber dennoch effektiv sein.

Das Konzept wurde aus folgenden Erfahrungen und Erkenntnissen entwickelt:

  1. (fast) alle Eltern wünschen Ihrem Kind einen erfolgreichen Schulstart und sind bereit, ihr Kind bei den Vorbereitungen zu unterstützen.
  2. (fast) alle Kinder im Vorschulalter sind froh und stolz, wenn sie den Erwachsenen helfen können und Erwachsenentätigkeiten ausführen dürfen.
  3. Kinder erwerben eine Vielzahl der Fähigkeiten zur Schulvorbereitung "natürlicherweise“ im Alltag (und nicht in Spezialkursen): in der Familie, in der Kindertagesstätte, in der Freizeit.
  4. Kinder lernen durch Handeln. Wenn kindliche Wahrnehmung effektiv gefördert werden soll, dann muss die „Fördermaßnahme“ am besten im täglichen Leben angesiedelt sein. Durch häufige Wiederholung mit variablem Schwierigkeitsgrad werden Lernprozesse optimal angeregt.
  5. Man lernt, was man übt: eine Schulvorbereitungsmaßnahme wird erfolgreicher sein, wenn das Geübte den Anforderungen am Schulbeginn möglichst ähnlich ist. So ist zum Beispiel der Supermarkt ähnlich ablenkend wie eine Klasse und bietet sich daher als Übungsgebiet für Zuhören und Konzentration an.
  6. Die (umfangreiche) Liste von wünschenswerten Schulvoraussetzungen wurde durch einen Arbeitskreis von Grundschullehrerinnen und Erzieherinnen in Friedeburg und Reepsholt erarbeitet. Diese Liste liegt dem FamilienErgo-Konzept und dem Buch zugrunde. Diesem Arbeitskreis von Experten möchte ich hiermit herzlich danken.