Sprachförderung im Alter von 1-4 Jahren

Sehr geehrte Eltern,
Sie möchten erfahren, wie Sie mit einfachen Mitteln die Sprachentwicklung ihres 1-4 Jahre alten Kindes wirksam fördern können? Ein nachweislich effektives Programm dafür ist das Heidelberger Elterntraining – aber leider können viele Eltern aus zeitlichen, finanziellen oder organisatorischen Gründen nicht daran teilnehmen. Daher habe ich als niedergelassener Kinder- und Jugendarzt für meine Patienten die besten Tipps und (mit einer Ausnahme) kostenlosen Videos zur Sprachförderung zu einem 30-Tage Programm zusammengestellt. 5-10 Minuten täglich und der gute Wille zur Veränderung der eigenen Gewohnheiten reichen aus, um nachhaltige Veränderungen bewirken zu können.

Sie können jetzt:


Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit mit Ihrem Kind!

Ihr Kinder- und Jugendarzt
Dr. Rupert Dernick
 

Wie kann ich in 30 Tagen die Sprache meines Kindes fördern?

Das Prinzip ist einfach: Das 30-Tage Programm besteht aus diesen Elementen;

  1. jeden Tag einen Sprachtipp beherzigen  
  2. jeden Tag 5-10 Minuten „Bücherzeit“ mit Ihrem Kind und einem Buch gestalten (das können auch Oma/Opa/Tante zum Teil übernehmen), täglich wäre optimal, dreimal die Woche ist auch schon gut.
  3. jede Woche eine „Challenge“ bewältigen.

 -und so funktioniert es:

1. Jeden Tag einen Sprachtipp beherzigen

Hier können Sie eine Liste mit 14 Tipps zur Sprachförderung herunterladen. Drucken Sie die Liste aus und legen Sie sie am besten an Ihren Frühstücksplatz. Die Liste beruht auf Empfehlungen der Sprachberater des niedersächsischen Landessozialamtes. Nehmen Sie sich jeden Tag einen Tipp vor. Bei vielen Dingen werden Sie denken: „ist doch klar, machen wir doch sowieso schon“. Dann haben Sie an dem Tag „veränderungsfrei“. Bei einigen Tipps werden Sie vielleicht auch zwei oder drei Tage zur Umsetzung benötigen. 

Falls Sie in der Hektik des Alltags immer mal vergessen, was Sie anders machen wollten, schaffen Sie sich kleine Erinnerungen: Kleben Sie Post-its mit dem Tipp an gut sichtbare Stellen (an den Kühlschrank, an den Fernseher, das Laptop, den Vorleseplatz, das Kindebett) oder machen Sie ein Handyfoto von dem Tipp und nehmen das Foto als Hintergrundbild. Wenn Sie es geschafft haben, den Tipp zu beherzigen, haken Sie Ihn ab und nehmen sich den nächsten vor – Sie haben 30 Tage Zeit für 14 Tipps, natürlich können Sie sich auch mehr Zeit nehmen, falls Sie merken, das die eine oder andere Sprachhemmende Gewohnheit gar nicht so leicht zu verändern ist. Aber denken Sie daran: niemand ist perfekt – wenn Sie es schaffen, den Tipp nur 30 Minuten am Tag oder nur während der „Vorlesezeit“ zu berücksichtigen, ist das schon ein guter Anfang, die guten neuen Angewohnheiten werden sich dann von allein auch im übrigen Tagesablauf durchsetzen.

2. Jeden Tag 5-10 Minuten Bücherzeit mit Ihrem Kind. 

Schaffen Sie für sich und ihr Kind möglichst täglich, aber zumindest ein paar Mal pro Woche eine Bonuszeit, die Sie ungestört von Handy, Telefon, Geschwisterkind  etc. nur mit diesem Kind verbringen können. Wenn Sie viele kleine Kinder oder andere zeitliche Belastungen haben, kann dieser Teil auch von Oma/Opa/Tante/Tagesmutter übernommen werden. Schauen Sie gemeinsam ein Buch an und berücksichtigen Sie die Tipps zur Sprachförderung aus den Challenges und aus den Tagestipps. Wenn Sie kein geeignetes Buch haben, können Sie hier Bilderbücher für das Tablet herunterladen (aber richtige Seiten zum Anfassen sind aus meiner kinderärztlichen Sicht immer besser, als auf dem Tablet zu wischen).

 

3. Jede Woche eine Challenge

Viermal in dieser Zeit sollten Sie etwas mehr Zeit investieren, um ihre Art, Bücher mit dem Kind anzusehen, zu optimieren. Studien haben gezeigt, dass vieles davon abhängt, WIE Sie mit Ihrem Kind gemeinsam Bücher ansehen. Es geht darum, aus den vielen verschiedenen Kommunikationsmustern, die Sie natürlicherweise mit ihrem Kind anwenden, diejenigen herauszufinden, die die Sprachentwicklung Ihres Kindes unterstützen und diese einfach öfter anzuwenden. Dabei kann man sich das als Eltern oft besser bei anderen Eltern abgucken als es sich von einer Fachperson (Arzt, Erzieher, Pädagoge, etc.) erklären zu lassen. Dafür habe ich Ihnen kurze passende Videos zusammengestellt.

Challenge #1: Sehen Sie sich das Video: Jeder kann vorlesen  an und beobachten Sie, wie die Kinder und Eltern mit Büchern umgehen. Vielleicht werden Sie feststellen, dass Ihre Kinder vieles ähnlich machen. Vielleicht gehören Ihre Kinder aber auch zu den 31% der Kinder, die nur selten oder nie vorgelesen bekommen (Vorlesestudie 2014). Dann ist es jetzt eine gute Gelegenheit, um damit anzufangen. Notieren Sie sich, welche Ideen Ihnen beim Ansehen kommen, wie Sie die täglichen 5-10 Minuten Bücherzeit entspannt und interaktiv gestalten können. Ideen für kleine Lesepausen finden Sie in Vorlesen im Familienalltag (2 min). Sie müssen ja nicht ALLE Ideen umsetzen, achten Sie auf Ihr Bauchgefühl und was zu Ihnen passt. Wenn Sie möchten, können Sie auch Vorleseapps nutzen 

 

Challenge #2: Sehen Sie sich die Liste mit Vorlesetipps und sprachförderlichen Vorlesegewohnheiten an oder drucken Sie sie aus. Viele der Tipps sind sehr anschaulich dargestellt in dem Video „Mit Kindern sprechen und lesen. Sprache kitzeln – Sprache fördern“ (Braun/ Kosack), dass Sie im Buchhandel oder online beim Verlag erhalten (€ 14,99). Im Video werden alle Techniken demonstriert, einen kostenlosen Trailer können Sie hier ansehen. Nehmen Sie sich 1-2 der Vorschläge für die kommende Woche vor und kleben Sie einen Zettel mit dieser Sprachfördertechnik (z.B.: Aussagen verlängern) in die Nähe Ihres bevorzugten Bücherzeitplatzes.

Challenge #3: Besuchen Sie eine Bücherei. 

Haben Sie gedacht, eine Bücherei ist ein Ort, wo man still sein muss und Kinder keinen Platz haben? Dann überprüfen Sie doch einmal Ihre Annahme und besuchen ihre Bücherei vor Ort. In vielen Büchereien erhalten Kinder einen kostenlosen Leseausweis. Überall in Deutschland gibt es Büchereien, die am Lesestart-projekt teilnehmen. Hier erhalten Dreijährige ein Lesestart-Set mit einem altergerechten Bilderbuch gratis! Hier können Sie die nächstgelegene Bibliothek/Bücherei mit Lesestart-Sets finden.

Lassen Sie Ihre Kinder die wunderbare Welt der Bücher entdecken. So haben Sie für kleines Geld (oder sogar kostenlos) einen große Fundus an Büchern, die Ihr Kind für sich erobern kann.

Challenge #4: Lernen Sie ein Fingerspiel oder ein Bewegungslied. Sie müssen dafür nicht singen können. „Hoppe, hoppe Reiter“, „5 kleine Zappelfinger“ etc. können auch gesprochen werden. Wenn Sie das Spiel immer wieder machen, können Sie die Betonung verändern und die Spannung immer weiter erhöhen, Sie haben dann immer eine gute Ablenkung dabei, z.B. im Wartezimmer beim Arzt, in der Eisenbahn oder bei anderen Gelegenheiten, wo Sitzen von Ihrem Kind erwartet wird. Texte zum Ausdruck finden Sie bei Lesestart.deVideoinspirationen finden Sie hier

Alle meine kleinen Patienten kennen natürlich mein Lieblingsfingerspiel:

"Geht ein Mann die Treppe hoch,--" (mit den Fingern von der Hand bis zum Ohr hochlaufen)

"klingelingeling,--" (am Ohrläppchen wackeln)

"klopft er an,--" (am Kopf klopfen)

 "guten Tag, Herr Nasemann!" (an die Nase stupsen). Im Gegensatz zu der üblichen Version heißt es bei mir "Frau Nasemann", da es ja "Die Nase" heißt. Aber da darf ruhig jeder seine eigene Version haben, Hauptsache, die Kinder haben Spaß damit (und vergessen kurz die Angst vor dem Doktor).

 Viel Spaß damit wünscht Dr. Dernick

 

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Warum sollte ich die Sprache meines Kindes fördern? Braucht mein Kind das überhaupt?

Die hier vorgeschlagenen Sprachanregungen tun jedem Kind gut und fördern eine harmonische und vertrauensvolle Beziehung - eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde seelische und körperliche Entwicklung Ihres Kindes. Wenn Ihr Kind mit 2-3 Jahren schon lange Sätze spricht und Lieder singt  (auch das gibt es, ist aber eher selten) braucht es offenbar keine sprachfördernden Maßnahmen.
Je weniger Ihr Kind spricht und umso schlechter Sie es verstehen, desto wichtiger ist es zu überprüfen, ob Ihr Kind geeignete sprachliche Anregungen erhält und ob es richtig hört (dies zu klären ist Aufgabe des Kinder- und/oder HNO-Arztes). 
Kinder, die mit zwei Jahren noch keine 50 Wörter sprechen und noch keine Zweiwortsätze bilden (wie: „Papa pielen“ (spielen) „Mama, Auto“) gelten als Spätsprecher („late talker“). Viele dieser Kinder sprechen später ganz normal, aber bei einem nicht geringen Teil dieser Kinder wird später eine Sprachentwicklungsstörung festgestellt, die auch mit einer langwierigen logopädischen Behandlung nicht immer ganz behoben werden kann. Der Besuch eines Heidelberger Elterntrainings reduziert das Risiko späterer Sprachstörung erheblich. Falls Sie kein Heidelberger Elterntraining besuchen können oder möchten, können Sie mit den hier vorgestellten Tipps die Sprachanregung Ihres Kindes optimieren.

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Wie entsteht eine Sprachentwicklungsstörung?

Die aktuelle Sprachforschung geht davon aus, dass eine Sprachentwicklungsstörung in erster Linie genetisch bedingt ist. Das ist ähnlich, wie bei vielen anderen Erkrankungen: Wenn die Eltern Asthma, Heuschnupfen oder Migräne habe, hat ein Kind ein erhöhtes Risiko, auch an diesen Erkrankungen zu erkranken, aber man kann nie genau vorhersagen, ob und in welchem Ausmaß das Kind erkrankt. Häufig bestanden bei einem Elternteil eines sprachgestörten Kindes in der Kindheit ebenfalls Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung oder beim Erlernen des Lesens und Schreibens. Auch wenn beide Elternteile sich sprachlich normal entwickelt haben, kann die Sprachstörung des Kindes genetisch bedingt sein, evtl. tragen die Eltern eine Veranlagung in sich, die bei den Eltern nicht zu Symptomen geführt hat. Auf jeden Fall kann niemand etwas dafür.

Eine Sprachentwicklungsstörung oder -verzögerung tritt auch im Rahmen von anderen Erkrankungen auf, z.B: Schwerhörigkeit oder einer generellen Entwicklungsstörung/- verzögerung, wie z. B. beim Down-syndrom.
Ob die Anlagen des Kindes zur Ausprägung kommen, hängt zum geringeren Teil auch von seiner Umgebung ab: Wenn Dauerstress in der Familie herrscht, wenig Zeit da ist, dem Kind zuzuhören, das Kind viel Fernsehen guckt oder im „echten“ Leben belastende Dinge mitbekommt, dann wird das die Entwicklung in der Regel eher hemmen als fördern. Mache dieser Umstände können Sie als Eltern (im Moment) nicht ändern oder ungeschehen machen. Aber Sie dürfen darauf vertrauen, dass es nie zu spät ist, etwas dazuzulernen.

Einige Sprachprobleme sind allerdings auch "hausgemacht" und sind vor allem durch die fehlende sprachliche Anregung bedingt. Leider ist es im Alter von 2 -3 Jahren oft noch nicht möglich, die "echten" Sprachentwicklungsstörungen von den Sprachproblemen durch fehlenden Anregungen sicher zu unterscheiden. Daher sollten alle Eltern von Kindern, die spät oder schlecht sprechen, ihre Sprachanregungsverhalten überprüfen, um fehlende oder ungewollt ungünstige Sprachanregung zu vermeiden. Das ist optimal möglich mit dem Heidelberger Elterntraining, alternativ mit dem 30-Tage-Programm auf dieser Seite.

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Kann ich nicht einfach abwarten? – Wenn das Kind schlecht spricht, muss es eben später Logopädie haben!

Wenn Sie im Moment viel Stress im Leben haben, ist die Versuchung groß, so zu denken. Aber bedenken Sie:
1. Ärzte sind angehalten, Logopädie nur dann zur verordnen, wenn eine Sprachentwicklungsstörung die Ursache für das auffällige Sprechen ist. Wenn die sprachliche Auffälligkeit darauf beruht, dass das Kind keine ausreichende sprachliche Anregung erhalten hat, soll Logopädie nicht verordnet werden.

2. Selbst wenn Ihr Kind nach vielen Monaten der Untersuchungen bei HNO-Ärzten, Kinderärzten, Sozialpädiatrischen Zentren, Pädaudiologen als "sprachgestört" klassifiziert wird und (endlich) die Logopädie verordnet bekommt, fängt die Arbeit für Sie als Eltern erst an. Ohne tägliches Üben der Therapiehausaufgaben wird Ihr Kind nur von 1-2 Stunden Logopädie pro Woche kaum die notwendigen Aufholschritte machen. Und auch mit optimaler Elternarbeit bleibt das Risiko erhöht, in der Schule eine Lese-Rechtschreib-Schwäche zu entwickeln, die das Kind in der gesamten Schulzeit beeinträchtigen kann.
Daher gilt auch hier der Grundsatz: Vorbeugen ist besser als Heilen. 

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Warum nur 30 Tage lang?

In diesen 30 Tagen werden Sie Ihr Verhalten verändern, weil Sie erfahren, WAS Sie anders als bisher machen können. Sie werden Neues ausprobieren und Bewährtes beibehalten. Danach sind Sprachfördernde Kommunikationsmuster etabliert und werden automatisch weiter fortgeführt, weil Sie und Ihr Kind eine schöne tägliche Zeit mit Büchern erleben werden, die Sie nicht mehr missen wollen. Ihr Kind wird sich sein ganzes Leben lang an schöne Momente beim abendlichen Zubettgehen oder beim nachmittäglichen Kuschellesen auf der Couch erinnern. Die gute gemeinsame Bindung, die Sie in dieser Zeit entwickeln und stärken, wird Sie auch in Konflikten mit dem Kind darin unterstützen, eine gute Lösung für ein friedliches Miteinander zu finden.

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Woran erkenne ich, dass ich es richtig mache?

Vor allem daran: Ihr Kind und Sie haben Freude daran, die gemeinsame Zeit mit Büchern zu verbringen. Bei kleinen Kindern (1,5-3 Jahre) werden Sie wahrscheinlich eine Zunahme des Wortschatzes feststellen (Sie können dafür zum Beispiel einen großen Zettel an den Kühlschrank hängen, auf dem alle neuen Worte feierlich notiert werden, dann sehen Sie, welche Fortschritte ihr Kind macht und haben später eine schöne Erinnerung an die Zeit der ersten Worte und Sätze).
Bei größeren Kindern werden Sie wahrscheinlich längere Sätze und differenzierteren Gebrauch von Verben bemerken, wenn das Kind z.B: eine Scheibe Wurst möchte, könnte sich seine sprachliche Entwicklung folgendermaßen darstellen:
„Wurst!“ -> „Mama, Wurst!“ -> „Mama, Wurst essen!“ -> „Mama, auch Wurst essen“ -> „Sarah möchte auch Wurst“ -> „Sarah möchte auch Wurst essen“ - > „Ich möchte auch einen Scheibe Wurst essen“.

Beachten Sie aber, dass die Sprachentwicklung auch bei optimaler Förderung extrem variabel ist. Bei zwei Kindern (z. B. zweieiigen Zwillingen) derselben Familie kann es sein, dass das eine Kind mit zwei Jahren schon „Lieber guter Weihnachtsmann“ mit Betonung aufsagt und das andere Kind sich mit „mhhmmm“, „uaa“ und Zeigen verständigt – und beide Kinder ohne Therapie am Schulanfang normal sprechen. Auch Stillstände der Entwicklung über viele Wochen und sogar kurzfristiges Verlernen von bereits Gekonntem können durchaus in der normalen Sprachentwicklung vorkommen. Wenn sich Ihr Kind über 3 Monate sprachlich nicht weiterentwickelt oder immer weiter Rückschritte macht, sollten Sie aber Rücksprache mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt halten.

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Mein Kind wächst mehrsprachig auf

Das ist wunderbar, Kinder können problemlos zwei oder mehr Sprachen gleichzeitig lernen, ein zweisprachiges Aufwachsen ist kein Risiko für eine Sprachentwicklungsstörung. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihrem Kind das Erlernen mehrere Sprachen erleichtern.

 

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind die Sprache, die Sie am besten können.
  • Schaffen Sie eine einfache Regel, an der das Kind erkennen kann, welche Sprache gerade gesprochen wird (z. B. Mutter spricht immer deutsch, Vater immer türkisch, oder: zu Hause sprechen wir alle russisch, auf dem Spielplatz, beim Einkaufen etc. sprechen wir deutsch miteinander)
  • Vermeiden Sie es, innerhalb eines Satzes von einer Sprache in die andere zu wechseln
  • Geben Sie dem Kind schon frühzeitig Gelegenheit, in regelmäßigen Kontakt mit der deutschen Sprache zu kommen, denn diese Sprache soll es ja bis zur Einschulung beherrschen.

Mehrsprachige Anregungen zur Sprachförderung und zum Vorlesen in 17 Sprachen von Albanisch bis Vietnamesisch finden Sie kostenlos zum Download bei Lesestart.de 

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Hilfe, das bekomme ich nicht hin! Wo finde ich Unterstützung?

Manchmal gibt es Zeiten im Leben, da läuft vieles nicht so, wie man es sich wünscht. Trennung und Scheidung, Umzug, Verlust von Angehörigen, seelische Erkrankungen, wenig Unterstützung und finanzielle Engpässe können dazu führen, dass Sie sich nicht so um die Kinder kümmern können, wie Sie es gerne täten. Wenn Sie merken dass die vorgeschlagenen Tipps nicht umsetzen können, zum Beispiel

  • weil es schon morgens so einen Stress gibt, dass Sie sich nicht mal eine Minute lang den Tagestipp ansehen können
  • weil es nicht möglich ist, sich einmal am Tag in Ruhe hinzusetzen, weil ständig ein anderes Kind brüllt oder etwas herunterwirft, oder das Handy dauernd WhatsApp Nachrichten sendet, mit denen Ihr(e) Ex Sie terrorisiert
  • weil Sie einfach zu müde sind, um etwas mit ihrem Kind zu tun und nur froh sind, dass es vor der Glotze ruhig ist, weil Ihr Zweitgeborenes Sie schon seit Wochen nicht schlafen lässt
  • weil….

DANN BRAUCHEN SIE HILFE – denn Ihr Kind hat möglicherweise eine ungünstige Entwicklungsprognose.
Es gibt viele Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern besonderen Lebenslagen. Ihr Kinder- und Jugendarzt hat in der Regel einen guten Überblick über die in Ihrer Region verfügbaren Unterstützungsmaßnahmen, wie z. B.:

  •  Frühe Hilfen
  • FAKIS (Familien- und Kinder-Servicebüro)
  • Erziehungsberatungsstellen (bei der Stadt/dem Landkreis/ in konfessionellen Einrichtungen)
  • Schuldnerberatung
  • WELLCOME für Familien mit kleinen Kindern
  • Kinderschutzbund
  • und viele andere regionale und überregionale Einrichtungen

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